(Abb. 1) Wim Janssen, Continuization Loop, 2010, single B/W 35mm film loop, steel construction, 3m x 2.44 m x 0.60 m, Foto: Wim Knapen (Abb. 2) Tony Lawrence, Girl On Fire, Abtastung von 8mm, digital, 3‘ (Abb. 3) Rainer Kohlberger, field, Anwendung für iPhone, iPad und iPod touch

ANALOG_DIGITAL
MEDIA (EX)CHANGES

3. Oktober 2017 bis 28. Jänner 2018

Ausstellung im METRO Kinokulturhaus

Was ist die Zukunft des bewegten Bildes? Was die Zukunft des Kinos?
Der Übergang von analogen zu digitalen Bildmedien stößt nicht nur tiefgreifende Veränderungen in der gesamten Filmindustrie und ihren Zweigbranchen an, sondern leitet eine kulturelle Revolution ein. Laufbilder sind heute immer und überall und avancieren zur dominierenden Kommunikationstechnik. Gleichzeitig sind sie ungemein flüchtig und vergänglich: es gibt nämlich keine sicheren Langzeitspeicher für die 200.000 Stunden an Videomaterial, das täglich alleine auf YouTube hochgeladen wird. An einem Tag werden damit mehr Videos produziert als das gesamte analoge Filmerbe Österreichs in 120 Jahren umfasst.

Als Institution, die mit der Pflege und dem Erhalt des filmischen Erbes befasst ist, steht das Filmarchiv Austria, wie alle vergleichbaren Institutionen weltweit, gegenwärtig vor großen Herausforderungen. Neben der Bewahrung und professionellen Langzeitarchivierung des analogen Films kommt nun die Aufgabe hinzu, auch die technische Basis für deren Sicherung und Projektion zu erhalten. Zugleich zwingt das Aufkommen des digitalen Films die eigene Rolle als Bewahrer digitaler Filmkultur zu definieren.

Das Filmarchiv Austria thematisiert diese bildmediale Zeitenwende in einer neuen Ausstellung sowie einer begleitenden Retrospektive (5.-18.10.). Gezeigt wird eine Auswahl zeitgenössischer Arbeiten von KünstlerInnen, die in direkter Gegenüberstellung analoge und digitale Technologien als das reflektieren, was sie sind: zwei genuin verschiedene Weisen der Aufnahme, Verarbeitung und Wiedergabe bewegter Bilder, jede mit ihrem spezifischem Satz an ästhetischen, materiellen und konzeptionellen Möglichkeiten.

KünstlerInnen: Sandra Gibson+Luis Recoder (New York), Wim Janssen (Antwerpen), Lydia Nsiah (Wien), Antoinette Zwirchmayr (Wien), Tony Lawrence (Sydney), Virgil Widrich (Wien), Depart/Leonhard Lass und Gregor Ladenhauf (Wien), Rainer Kohlberger (Berlin)

Kuratorinnen der Ausstellung: Eva Fischer, Anna Högner
Kurator der Retrospektive: Virgil Widrich

In Kooperation mit