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KAMPFZONE KINO Film in Österreich 1918–1938 Verena Moritz / Karin Moser / Hannes Leidinger

Wie sehr Filme in der Lage waren, die österreichische Öffentlichkeit der Zwischenkriegszeit zu polarisieren, ist vor allem in Zusammenhang mit der Auseinandersetzung rund um die Remarque-Verfilmung IM WESTEN NICHTS NEUES bekannt. Dass das Kino aber gleichsam durchgängig als eine Art Kampfzone der österreichischen politischen Kräfte 1918–1938 zu begreifen ist, zeigen die drei Autoren im vorliegenden Buch. Dabei geht es ihnen nicht nur darum, Hintergründe zu jenen Filmen zu liefern, die in Österreich Skandale hervorriefen. Anliegen des Buches ist es auch, Film und Kino im Kontext gesellschaftspolitischer Entwicklungen zu positionieren und herauszufinden, wie die Strategien einer ideologischen Instrumentalisierung aussahen und wo die Bruchlinien zwischen den politischen Lagern verliefen. Präzisiert werden diese Fragen am Beispiel eines »Themenpakets«, das Kino und Film unter anderem in Verbindung mit Vergangenheitsbewältigung, politischer Propaganda oder der Definition von Geschlechterbeziehungen und Glücksversprechen für eine von politischen und ökonomischen Krisen geprägte Gesellschaft der Zwischenkriegszeit beleuchtet. Unter Heranziehung von umfangreichem Quellenmaterial ist so eine österreichische Kinogeschichte entstanden, die sich als Synthese begreift und die Jahre 1918–1938 gewissermaßen vom Kinosaal aus betrachtet. 423 Seiten, zahlreiche Abbildungen, März 2008 ISBN-13 978-3-902531-49-0 br.

Art.-Nr.:471
EUR 24.90
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