PRATER KINO WELT Der Wiener Prater und die Geschichte des Kinos Christian Dewald/Werner Michael Schwarz (Hg.)

Mit der Erfindung der Kinematografie durchdringen sich mehrere Erfahrungstexturen. Der Kinematograph vollendet die Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts, die in ihrem Programm die ganze Welt tendenziell zum Exponat werden lässt. In Österreich findet sich hierzu kaum ein geschichtsträchtigerer (Ausstellungs-) Ort als der Wiener Prater. Ein Areal, an dem Wien zum Topos wird. Vergnügen und Verausgabung, Skurriles, Exotisches und Innovatives treffen aufeinander. 1873 findet hier die Weltausstellung in der dafür errichteten Rotunde statt und auch für die Geschichte des österreichischen Films ist die Topografie der Visionen und Projektionen vielfältig besetzt. Zum einen gilt der Prater als einer der ersten Vorführstätten für ›lebende Bilder‹ in Österreich. Zum anderen dreht Lumières Cheftechniker Promio mit seinem Gehilfen Werschinger im Prater bereits im April 1896 die ersten Filmszenen auf österreichischem Boden. Der Band stellt u. a. den Wiener Prater als Experimentierfeld der Moderne vor, untersucht die Typologie des Praterbesuchers und die Architektur der Schaubuden vor dem Ersten Weltkrieg, die Schaumaschinen und präkinematografischen Vergnügungen als Vorgeschichte des Kinos, die Schaustellungen und Attraktionen im Frühen Film, erinnert an die Exotik der Stimmen der Ausrufer und das Lärmgewirr des Praters. Mit Beiträgen von Thomas Ballhausen, Mikel Cowan, Christian Dewald, Tom Gunning, Ernst Kieninger, Günter Krenn, Siegfried Mattl, Sabine Müller, Doris Rauschgatt, Alexandra Seibel, Ursula Storch, Werner Michael Schwarz, Margarete Szeless, Georg Vasold. 323 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 2005 ISBN 3-901932-70-4

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