Programmschiene

Jüdisches Filmfestival Wien

JÜDISCHES FILMFESTIVAL WIEN

5. bis 15. Oktober 2017 im METRO Kinokulturhaus

 

Im Rahmen des heurigen Festivals blicken wir auf runde Jahrestage weltbewegender Ereignisse: 1867, vor 150 Jahren, wurde der erste Band von Karl Marx’ Kapital veröffentlicht. 1917, vor genau 100 Jahren, fand die Russische Revolution statt.

Diese Ereignisse haben uns bewogen, uns den spannenden Fragen zu widmen: Wie ist das Verhältnis der Juden zum Kommunismus? Was geschah mit dem im zaristischen Russland allgegenwärtigen Antisemitismus? Das angebotene filmische Spektrum zu möglichen Antworten reicht von der Sicht auf die Anfänge der Revolution bis hin zu zeitgenössischen Interpretationen des damaligen Geschehens.

Ebenso wird der andauernde Antisemitismus thematisiert, der, beginnend mit der zaristischen Monarchie, die Oktoberrevolution von 1917 überdauernd, noch immer tief im heutigen Russland und weiteren ehemaligen Mitgliedsländern des Warschauer Paktes verankert ist. Ganz selbstverständlich stellt sich uns hier auch die Gegenfrage: Wie hat die Ideologie von Marx und Engels das Judentum beeinflusst? Als Antwort darauf porträtieren wir das auf den sozialistischen Idealen aufbauende kollektive Lebensmodell des Kibbuz in seinen unterschiedlichen sozialen, ökonomischen und gesellschaftspolitischen Facetten und spannen einen Bogen zur Veranschaulichung des inneren und äußeren Konflikts, der sich aus der Bewältigung des Lebens nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt.

Abgerundet wird das Programm durch Beiträge des zeitgenössischen israelischen Films und ein Thema, das uns allen am Herzen liegt: das Essen – von der europäischen jüdischen Kochtradition zu den vielseitigen kosmopolitischen Einflüssen, welche die israelische Küche prägen. (Frédéric-Gérard Kaczek AAC)

Von 5. bis 15. Oktober ist das Jüdische Filmfestival im METRO Kinokulturhaus zu Gast, präsentiert wird hier eine kleine Filmauswahl. Weitere Film- bzw. Programminformationen auf www.jfw.at.

Filme aus der Reihe

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