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Tomás Gutiérrez Alea

»EL MAESTRO DEL CINE CUBANO«
TOMÁS GUTIÉRREZ ALEA

Retrospektive von 6. bis 20. April 2017

 

Am 16. April 1996 starb der kubanische Meisterregisseur an den Folgen seines Lungenkrebsleidens im Alter von 67 Jahren in La Habana. Er hinterlässt als einer der Großen der internationalen Filmgeschichte ein das kubanische Kino prägendes Œuvre.

Geboren am 11. Dezember 1928 in La Habana versuchte sich Alea bereits im Alter von 18 Jahren mit einer 8mm-Kamera als Filmemacher: Im Wald am Stadtrand von Havanna übertrug er seiner Schwester Marina die Rolle des Rotkäppchens in seiner Version vom bekannten Märchen. Schon früh fiel der Entschluss, Filmregisseur zu werden. Als Studienkollege Fidel Castros absolvierte er zwar das vom Vater geforderte Jusstudium, lehnte jedoch eine Karriere als Anwalt ab. Stattdessen reiste er 1951 mit Julio García Espinosa nach Rom, wo er die Filmschule besuchte. Vom Neoverismo beeinflusst, kehrte Alea 1953 nach Kuba zurück und wurde Mitglied der Kulturorganisation Nuestro Tiempo. Ihr gehörten auch spätere Filmschaffende an, mit denen er drei Monate nach dem Sieg der Revolution 1959 das staatliche Filminstitut ICAIC aufbaute. Seinen ersten Welterfolg als Regisseur landete er 1966 mit der turbulent bissigen Gegenwartssatire LA MUERTE DE UN BURÓCRATA. In den 1970er-Jahren tauchte Alea in die kubanische Geschichte ein. 1976 gelang ihm mit LA ÚLTIMA CENA eine geniale Abrechnung mit der Epoche der Sklaverei. Nach seiner Erkrankung 1990 unterstützte ihn sein Freund Juan Carlos Tabío bei der Realisierung seiner letzten Filme. Das Filmarchiv Austria würdigt Tomás Gutiérrez Alea mit der bisher umfassendsten Retrospektive in Österreich. (Helmut Pflügl)

Regisseurin, Schauspielerin und Ehefrau Mirtha Ibarra, die 23 Jahre an der Seite Aleas verbrachte und in fünf seiner Spielfilme mitwirkte, wird von 6. bis 11. April in Wien anwesend sein und ihre Dokumentation TITÓN erstmals in Österreich präsentieren.

In Kooperation mit Papaya Media Association, der Botschaft der Republik Kuba in Wien, der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft (ÖKG), dem Cinematograph Innsbruck und Kinoki (Tina Leisch). Dank an Erick Zott. 

Kurator: Helmut Pflügl

 

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