NOSFERATU, EINE SYMPHONIE DES GRAUENS

Bild Graf Orlok, der vampirische Nosferatu, giert nach Landbesitz und neuen Opfern. – Um geschäftliche Angelegenheiten mit dem Grafen zu regeln, macht sich Sekretär Thomas im Auftrag seines Arbeitsgebers, des Maklers Knock, nach Transsylvanien auf. Der blutgierige Aristokrat will sich ins lebensfrohe Bremen einkaufen, sich über Grundstücke den Zugang zur Bevölkerung verschaffen. Diese Pläne werden in Murnaus Film, der alle technischen Möglichkeiten – wie etwa den Einsatz von Viragen oder der szenengerechten Veränderung von Aufnahmegeschwindigkeiten – ausschöpfte und gewitzt mit den expressionistischen Stilelementen verband, aber nicht von honorigen Professoren verhindert, sondern von einer sich für die Gemeinschaft aufopfernden Frau. Die Liebe siegt hier traurig über eine Bedrohung, die erstmals auf der Leinwand mit der aufgehenden Sonne ihre Vernichtung erfährt.
(Thomas Ballhausen)
D 1922
Regie: F. W. Murnau
Buch: Henrik Galeen nach dem Roman Dracula von Bram Stoker
Kamera: Fritz Arno Wagner, Günther Krampf
Musik: Hans Erdmann
Produktion: Jofa-Atelier Berlin-Johannisthal, Prana-Film GmbH
Darsteller: Max Schreck, Gustav von Wangenheim, Greta Schröder, Ruth Landshoff, John Gottowt, Gustav Botz
Länge: 84 Minuten
Format: 35 mm, s/w, Viragen, stumm


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