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DIE STAATSOPERETTE
Die STAATSOPERETTE sollte am 26. Oktober 1977, dem österreichischen Staatsfeiertag, zur Ausstrahlung kommen. Der Film wurde im Vorfeld in beispielloser Weise skandalisiert. Systematisch wurde der Öffentlichkeit ein Eklat suggeriert. Das Bemerkenswerte daran ist, dass die Entrüstung auf einem Gerücht basierte. Grund der Empörung konservativer Kreise war vor allem die Tatsache, dass so ein ernstes Thema wie die »Katastrophenzeit der Ersten Republik« als Operette entstand. Bevor überhaupt einer die STAATSOPERETTE gesehen hatte, wurde sie nach bloßem Hörensagen, in verdächtig kanonischer Sprachregelung, als »Machwerk« vorverurteilt. Man sprach von einem »Auftakt zu einem neuen Kirchenkampf« und beschwor sogar die Gefahr eines Bürgerkrieges herauf. Am Abend des 30. November 1977 war es dann soweit: DIE STAATSOPERETTE wurde, obwohl von ÖVP-Kuratoriumsmitgliedern als »vom staatspolitischen Aspekt her geradezu gefährlich« taxiert und trotz der im ORF eingegangenen Bombendrohung, endlich der Öffentlichkeit vorgeführt. (Elisabeth Büttner/Christian Dewald)
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A 1977 REGIE: Franz Novotny BUCH: Franz Novotny und Otto M. Zykan MUSIK: Otto M. Zykan KAMERA: Peter Lauscher, Hans Havlik, Hans Stamminger, Helmut Stluka SCHNITT: Werner Vogel DARSTELLER: Marie Therese Escribano, Emmy Werner, Erwin V. Gross, Fritz Hakl, Rudolf Jusits, Ernst Meister, Emanuel Schmied, Gerhard Steffen, Peter Turrini PRODUKTION: ORF LÄNGE: 67 Minuten FORMAT: Beta-SP, Farbe Im Anschluss: Diskussion mit Heribert Steinbauer (Verleger), Franz Novotny und Claus Philipp (DER STANDARD) |
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Die STAATSOPERETTE sollte am 26. Oktober 1977, dem österreichischen Staatsfeiertag, zur Ausstrahlung kommen. Der Film wurde im Vorfeld in beispielloser Weise skandalisiert. Systematisch wurde der Öffentlichkeit ein Eklat suggeriert. Das Bemerkenswerte daran ist, dass die Entrüstung auf einem Gerücht basierte. Grund der Empörung konservativer Kreise war vor allem die Tatsache, dass so ein ernstes Thema wie die »Katastrophenzeit der Ersten Republik« als Operette entstand. Bevor überhaupt einer die STAATSOPERETTE gesehen hatte, wurde sie nach bloßem Hörensagen, in verdächtig kanonischer Sprachregelung, als »Machwerk« vorverurteilt. Man sprach von einem »Auftakt zu einem neuen Kirchenkampf« und beschwor sogar die Gefahr eines Bürgerkrieges herauf. Am Abend des 30. November 1977 war es dann soweit: DIE STAATSOPERETTE wurde, obwohl von ÖVP-Kuratoriumsmitgliedern als »vom staatspolitischen Aspekt her geradezu gefährlich« taxiert und trotz der im ORF eingegangenen Bombendrohung, endlich der Öffentlichkeit vorgeführt. (Elisabeth Büttner/Christian Dewald)











