20. September 2006

DVD-Edition zum österreichischen Film präsentiert

Mit einer groß angelegten DVD-Edition wird das österreichische Kino erstmals in breiter Form für die Öffentlichkeit erschlossen. Die Tageszeitung Der Standard, der österreichische Verleger Hoanzl und das Filmarchiv Austria bringen in zwei Staffeln 50 DVDs zur österreichischen Filmgeschichte von den 1950er-Jahren bis zur Gegenwart heraus.

Häuslbauer, Ministranten, Ausgesperrte und Verwundbare: Erfolge des heimischen Spiel- und Dokumentarfilms treffen auf Glanzlichter der neueren Avantgarde, viel zu wenig beachtete Frühwerke und historische Neuentdeckungen. Der erste Ausgangspunkt für die von Standard-Kulturchef Claus Philipp und Filmarchiv-Leiter Ernst Kieninger getroffene Auswahl war die Frage: Welche Filmemacher, Handschriften, Haltungen haben - zwischen kommerzieller Ausrichtung und künstlerischer Vision, Spielfilm, Dokumentation und Avantgarde, Kino und TV-Film - das österreichische Filmschaffen der vergangenen 50 Jahre maßgeblich geprägt? Ein weiterer Aspekt: Weder die „Kultfilme“ noch die „Klassiker“ und die filmhistorischen „Kostbarkeiten“ sind in der heimischen Öffentlichkeit ausreichend präsent. Insofern will die DVD-Edition „Der österreichische Film“ dem audiovisuellen Gedächtnis wieder auf die Sprünge helfen. Und Lust machen auf einen lebendigen Umgang mit der Vielfalt einer nationalen Mentalitäts- und Gesellschafts- und Filmgeschichte.

Erhältlich ist die DVD-Edition im Fachhandel, ein vergünstigter Bezug ist über den Standard und das Filmarchiv Austria möglich. 

Die erste Staffel mit 25 Filmen ist ab 14. Oktober im Handel, die zweite Lieferung erfolgt bis Ende November 2006. Das gesamte Projekt wird mit begleitenden Filmprogrammen und einer Podiumsdiskussion auch im Rahmen der VIENNALE präsentiert.

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