9. März 2007

Augartenkino. Ein Filmkulturzentrum im Park

Unter großem Medieninteresse hat das Filmarchiv Austria gemeinsam mit der VIENNALE am 8. März 2007 im Rahmen einer Pressekonferenz das Projekt für ein Filmkulturzentrum im Augarten erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Idee, am Standort Augarten das perspektivische Projekt eines Filmkulturzentrums zu entwickeln, reicht
bereits einige Jahre zurück. Ausgehend von der Überlegung, über die bisherigen Aktivitäten des Filmarchiv Austria im Augarten hinaus erweiterte kulturelle Angebote zu schaffen, wurde mit Bedachtnahme auf den Denkmalschutz eine Bebauungsstudie beim auf Gartenarchitektur spezialisierten Büro Auböck&Karasz in Auftrag gegeben. Bei der Neufestsetzung des Flächenwidmungsplanes für den Augarten 2002 ist es aufgrund dieser Vorstudie gelungen, eine Flächenwidmung an diesem Standort mit 30% Bebaubarkeit zu erwirken. Damit waren auf Initiative des Filmarchiv Austria alle bis heute gültigen baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen.

Auf dieser Basis hat das Filmarchiv Austria gemeinsam mit dem Wiener Filmfestival Viennale ein detailliertes Konzept für die Errichtung und den Betrieb eines Filmkulturzentrums im Augarten ausgearbeitet. Damit könnte auf dem im Eigentum des Bundes stehenden Areal in zentraler Lage ein „Filmquartier“ von internationalem Format entstehen. Aus einem durchgeführten Architekturwettbewerb ist das Büro Delugan Meissl Associated Architects als Sieger hervorgegangen. Der Entwurf formuliert den hohen funktionalen, gestalterischen und stadtplanerischen Anspruch an einen Kulturneubau inmitten der Stadt und ist zugleich überzeugendes Beispiel für eine Landschaftsarchitektur in der Formensprache des 21. Jahrhunderts.

Mit der Festlegung der Trägerschaft Filmarchiv Austria und Viennale, der Vernetzung zweier wesentlicher Institutionen des Bundes und der Stadt Wien, war die praktische Voraussetzung gegeben, das Filmkulturzentrum als ein gemeinsames und explizit der Öffentlichkeit verpflichtetes Projekt zu entwickeln. Parallel dazu wurden Bedürfnisse und gegebene Sensibilitäten vor Ort im Planungsprozess aufgenommen. Dabei griff das Konzept auch Fragen städtebaulicher Optionen, etwa in Bezug auf die weitere Aufwertung des Standortes mit der U2-Verlängerung 2008 oder hinsichtlich der von der Bevölkerung lange gewünschten Parköffnung, auf.

Das Projekt wurde in der Folge den betroffenen Anrainern, Bürgerinitiativen und Augarten-Organisationen vorgestellt, wobei es erfreulicherweise gelungen ist, ein hohes Maß an Akzeptanz bei allen Beteiligten zu gewinnen. Diese gelungene Verankerung vor Ort war und ist die notwendige Grundlage für die nun erfolgende öffentliche Präsentation.

Filmarchiv Austria und Viennale verstehen das hier vorgestellte „Projekt Augartenkino“ als ein konkretes Angebot an Stadt, Bund und Öffentlichkeit, ein für Wien einmaliges, städteplanerisch und kulturpolitisch zukunftsweisendes Vorhaben zu realisieren.

Augartenkino Presseinformation (pdf)

Augartenkino Übersicht (pdf)







Eingang vom Augartenspitz

Gesamtansicht Südseite

Cafe mit öffentlicher Sonnenterrasse

Perspektive Castellezgasse

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