Horror. Freaks. Wahnsinn. Eine Geisterbahnfahrt durch die Filmgeschichte. Der Sommer der Liebe hatte eine dunkle Kehrseite. Mitten in den bunt-fröhlichen Siebzigern machte sich eine neue Form von Genrefilm breit: Der neue, stilprägende US-amerikanische Horrorfilm, das Ergebnis einer filmhistorischen Entwicklung, die in den frühesten Tagen der bewegten Bilder ihren Anfang genommen hatte und deren horrible Evolution bis heute andauert. Diesem Umstand, der uns als Publikum gleichermaßen wohlige Schauer wie wahren Schrecken bereitet, trägt das Prater Filmfestival 2006 Rechnung.
Das 2005 erstmals veranstaltete Prater Filmfestival zählte zu den Highlights des Wiener Kultursommers und avancierte zu einem ersten Höhepunkt der »Prater-Renaissance«. Mit der Kaiserwiese vor dem Riesenrad hat das Kino einen Schauplatz von spektakulärer Qualität (wieder) gefunden. Aufgrund des letztjährigen Erfolges richtet das Filmarchiv Austria in enger Kooperation mit der Stadt Wien, Wien Marketing, UPC und Flughafen Wien eine Weiterführung des Open-Air-Kinos aus und zeigt wieder Filmklassiker voll Adrenalin, Schönheit und Poesie vor der Traumkulisse des Riesenrades.
Freaks, Horror, Wahnsinn – ewige Themen und Sujets des Praters finden sich seit jeher auch im Kino. Das Programm des Festivals schöpft aus dem Vollen, präsentiert Höhepunkte und All-Time-Classics des Genres. Eine Geisterbahnfahrt durch die Filmgeschichte, schockierend-abgründiger, schaurig-schöner Kinohorror als Einstimmung auf den traditionsreichsten Vergnügungspark der Welt. Auch heuer können alle Vorführungen des Festivals bei freiem Eintritt besucht werden.
Die aktuelle Ausgabe von filmarchiv ist dabei der ideale Begleiter durch die dunklen Kinonächte der Retrospektive: Neben Einführungen zur Genregeschichte und zur traditonsreichen Produktionsfirma Universal beschäftigen sich zwei Beiträge mit dem Eröffnungsfilm, dem österreichischen Horrorklassiker ORLAC’S HÄNDE. Julia B. Köhne wiederum skizziert die Gegenwart und mögliche Zukunft in der Auseinandersetzung mit dem filmischen Schrecken, während Marcello La Speranza die Vorgeschichte des Horrors im Prater umreißt.
Gastronomiebetriebe und ein Filmarchiv-Infopoint umrahmen das von Thomas Ballhausen (Filmarchiv Austria) und Julia B. Köhne (Schwerpunkt Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte am Institut für Zeitgeschichte/Universität Wien) kuratierte Programm.
Wir wünschen gruseliges Vergnügen. Zum Programm
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