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15.05.2017, 19:00 |

vergangene Retrospektiven Von Caligari zu Hitler

DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE

Fritz Lang, D 1933
BUCH Fritz Lang, Thea von Harbou | KAMERA Károly Vass, Fritz Arno Wagner | MUSIK Hans Erdmann, Walter Sieber | MIT Rudolf Klein-Rogge, Gustav Diessl, Rudolf Schündler, Paul Henckels, Theo Lingen, Otto Wernicke, Ludwig Stoessel
122 min | s/w, OF, 35mm

Langs »Abschiedsgeschenk« an die braune Herrschaft, in dem er ihr die »ganzen Naziparolen in den Mund gelegt« (Fritz Lang) hat und sie als gefährliche kriminelle Vereinigung entlarvte. In TESTAMENT wird Berlin zum doppelbödigen Großstadt-Labyrinth der Angst, die Bildsprache ist irritierend. Der Film ist aber auch ein Schwanengesang des »Weimarer Kinos«, das hier noch einmal zu faszinierender Größe auffährt, und eines seiner größten Regisseure. Die enttarnten Nazis erkannten die kaum verhüllten Botschaften und ließen den Film noch im März 1933 verbieten. So erlebte DAS TESTAMENT seine Uraufführung am 12. Mai 1933 in Wien. Langs erster »Ton-Mabuse« ist ein zeitloser Prä-Noir-Thriller, dessen Prophetien aktueller denn je geworden sind. (Klaus Davidowicz)

Mit einer Einführung von Klaus Davidowicz und Frank Stern.

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