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D 1913, 81 min, viragiert, dt. ZT, DCP

04.04.2017, 18:00 | 15.04.2017, 20:00 |

Von Caligari zu Hitler

DER STUDENT VON PRAG

REGIE Hanns Heinz Ewers | BUCH Hanns Heinz Ewers | KAMERA Guido Seeber | MUSIK Joseph Weiß | MIT Paul Wegener, Grete Berger, Lyda Salmonowa, John Gottowt, Lothar Körner, Fritz Weidemann

Der Student Balduin verkauft seinen Schatten an einen Scharlatan und sieht sich fortan mit seinem »anderen Ich« konfrontiert. Für Kracauer ein Schlüsselwerk, das »eine Obsession des deutschen Films werden sollte: eine tiefe und furchtbare Sorge um die Grundlagen des Ich.« In der »Persönlichkeitsspaltung« sieht er das »geistige Dilemma« der »deutschen Mittelklasseschichten«, die sich gegen die »halb-absolutistischen Institutionen in Preußen, die Anmaßungen des Militärs und das leichtsinnige Spiel des Kaisers« wandten, sich aber scheuten, »Ideen oder psychologische Erfahrungen auf ökonomische und soziale Ursachen nach dem Modell der Sozialisten zurückzuführen.« Den großen Erfolg des Films erklärt er mit der den Deutschen eigenen Zwiespältigkeit, »die während der Stabilisierungszeit durch den latenten Konflikt zwischen republikanischen Institutionen und autoritären Dispositionen sich noch verstärkte.« (Stefan Drößler)

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