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12.11.2017, 11:00 |

Sonderveranstaltung

HOMMAGE OSKAR WERNER

LESUNG MIT ERICH JOSEPH MARIA GLÜCK

Am 13. November 2017 wäre Oskar Werner 95 Jahre alt geworden – ein Genie, das glatt durch Mauern ging, sich aber wundstieß an der Luft. Allein durch seine Mitwirkung wurden Filme zu Meisterwerken. Am Burgtheater hatte er sich, so Friedrich Torberg, »auf einem einmaligen Gipfel häuslich eingerichtet«, »Wunderkind« nannte ihn Hans Moser, und Helmut Qualtinger zählte ihn zu den wenigen »Unbestechlichen«. Sogar der Große Musikvereinssaal in Wien war bis auf den letzten Stehplatz ausverkauft, wenn er dort Gedichte las. Das Unerlernbare war ihm gegeben – und eine Stimme, die einen unauslöschlichen Eindruck hinterließ.
Einer der größten und erfolgreichsten Künstler Österreichs, war er gleichzeitig auch ein großer Unangepasster, der seine antifaschistische Grundhaltung immer wieder bekundete. »Ich les’ nur, was mich berührt. […] Und weil ich Pazifist bin und im Krieg fahnenflüchtig war, so habe ich der Jugend mitzuteilen, was ich über den Krieg denke. Ich bin ja kein Parteiredner, ich will ja nicht gewählt werden, ich will nur sagen: Macht ja nicht mit!« Neben seinem einzigartigen Vermächtnis eine Botschaft von zeitloser Wichtigkeit. (Erich Joseph Maria Glück)

Erich Joseph Maria Glück, der mit Oskar Werner Leseabende veranstaltete, schildert in kleinen Geschichten und Anekdoten auf sehr lebendige Weise seine Begegnungen mit dem Ausnahmekünstler.

PROGRAMM:

TEIL 1: Gedichte gegen den Krieg (ausgewählt von Oskar Werner)
TEIL 2: Gedichte aus Wien wörtlich (Josef Weinheber)
Im Anschluss an die Lesung Ausklang im Foyer mit Wein & Brot.

Eintritt frei.

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