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D 1916, 196 min (6 Teile, 2 Pausen), viragiert, dt. ZT, digital | Rekonstruierte und restaurierte Fassung

01.04.2017, 19:00 |

Von Caligari zu Hitler

HOMUNCULUS

REGIE Otto Rippert | BUCH Robert Reinert | KAMERA Carl Hoffmann | MUSIK Richard Siedhoff | MIT Olaf Fönss, Friedrich Kühne, Lore Rückert, Lia Borré, Melly Lagarst, Aud Egede-Nissen, Erna Thiele

Der erste deutsche »Serienfilm«, der bis vor Kurzem noch als verschollen galt, handelt von einem künstlich geschaffenen Menschen, der vergeblich nach Liebe sucht und dann voller Hass Zerstörung bringt. Autor Robert Reinert und Regisseur Otto Rippert schufen ein wegweisendes Werk, in dem Frankenstein-Mythos, Kriegsrealität und Vorformen des deutschen Filmexpressionismus zusammenfließen. Kracauer schreibt ihm eine zentrale Bedeutung zu: »Die Deutschen ähnelten Homunculus: Sie selbst hatten einen Minderwertigkeitskomplex, dank einer historischen Entwicklung, die für das Selbstvertrauen der Mittelschicht sich als schädlich erwies. Im Gegensatz zu den Engländern und Franzosen hatten die Deutschen versagt, zu ihrer Revolution zu kommen und folglich niemals mit Erfolg eine wahrhaft demokratische Gesellschaft begründet.« (Stefan Drößler)

Österreichische Erstaufführung der rekonstruierten Fassung.
Mit einer Einführung von Stefan Drößler.

Nach dem zweiten und dem vierten Teil kurze Pause.

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