Lade Veranstaltungen

11.10.2017, 18:30 |

Jüdisches Filmfestival Wien

JUDENTUM UND REVOLUTION

VORTRÄGE MIT FILMAUSSCHNITTEN

Mag. Dr. Verena Moritz und Univ.-Doz. Mag. Dr. Hannes Leidinger

Die Russische Revolution gilt als »Weltereignis«, als Zäsur mit tiefgreifenden Konsequenzen, die weit über das 1917 untergegangene Zarenreich hinausgingen und das 20. Jahrhundert nachhaltig prägten.

Die Annäherung an die mit diesem »Wendejahr« verbundenen filmischen Dokumente sowie an fiktionale Aufbereitungen der Thematik bietet eine Reihe von Anknüpfungspunkten im Rahmen des jüdischen Filmfestivals. Neben der Problematik der »in Szene gesetzten Erinnerung« an die Umwälzung des Jahres 1917 im Dokumentar- und Spielfilm herauszuarbeiten, gilt es u. a. die Rolle jüdischer Protagonisten der Oktoberrevolution ebenso wie die Frage der späteren Darstellung der Partizipation von Jüdinnen und Juden am Oktoberumsturz oder an der kommunistischen Bewegung insgesamt zu beachten. Berücksichtigung finden wird das internationale Filmschaffen in Bezug auf die Stigmatisierung von Kommunisten im Kontext eines u. a. von Antisemitismen getragenen Antikommunismus, ebenso wie die Verfolgung (jüdischer) Kommunisten seitens der eigenen Partei. Ziel der Filmreihe, die schließlich auch das Verhältnis Israels zur Sowjetunion fokussieren wird, ist eine mit Hilfe von Vorträgen und Diskussionen kritisch kommentierte Präsentation von Dokumentar- und Spielfilmen, die Grundlagen und Folgen der Oktoberrevolution in nationalen und internationalen Kontexten verarbeitet haben.

Teilen