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04.05.2017, 20:00 |

vergangene Retrospektiven Germaine Dulac

LA BELLE DAME SANS MERCI

Germaine Dulac, F 1920
BUCH Germaine Dulac, nach einem Entwurf von Irène Hillel-Erlanger | KAMERA Jacques Oliver | MIT Yolande Hillé, Tania Daleyme, Jean Toulout, Denise Lorys, Jean Tarride, Pierre Mareg, Lucien Glen, Louis Monfils
89 min | viragiert, franz. ZT m. dt. UT, 35mm

Lola de Sandoval wurde in ihrer Jugend vom Grafen d’Amaury verführt und später verlassen. Zu Beginn des Films eine bekannte und bewunderte Schauspielerin geworden, hat sie den Spieß umgedreht und praktiziert ein kaltes Spiel mit den ihr zu Füßen liegenden Männern. Der Film nimmt das Motiv der gleichnamigen Ballade von John Keats auf. Erzählt wird aber nun aus der Perspektive der Frauen – der Drehbuchautorin und der Schauspielerin. So zeigt sich die Unbarmherzigkeit als eine Umkehrung der üblichen Machtverhältnisse in der Liebe. Die Filmmacherin, als Dritte im Bunde, vollzieht darüber hinaus einen Bruch mit dem Mythos von der schönen Frau ohne Gnade. Das, was als Rache am Verführer begann, endet in der Solidarität mit der betrogenen Ehefrau. (Karola Gramann/Heide Schlüpmann)

Mit Live-Musikbegleitung von Maud Nelissen (Klavier), Wynanda Zeevaarder (Sopran) und Willem Korteling (Tenor). Mit einer Einführung von Karola Gramann und Heide Schlüpmann.

Freier Eintritt für FAA-Clubmitglieder.

Bild: (c) Eye Filmmuseum

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