Lade Veranstaltungen

10.05.2017, 20:00 |

vergangene Retrospektiven Germaine Dulac

LA PRINCESSE MANDANE

Germaine Dulac, F 1928
BUCH Germaine Dulac, nach der Novelle L’Oublié von Pierre Benoit | KAMERA Paul Guichard, Lucien Bellavoine | MIT Edmonde Guy, Mona Goya, Groza Wesco, Ernest Van Duren, Jacques Arna, Paul Lorbert, Yvonne Legeay, Valenti Colino, Sylvie Mai, Gérard de Wibo, Geneviève Cargèse, Christian Gérard
74 min | s/w, franz. ZT m. dt. UT, 35mm

Eine knapp gehaltene Rahmenhandlung – sie führt den Hauptfilm als Traum eines jungen Mannes ein. Er wird durch das Kino ausgelöst, durch Viktor Tourjanskys MICHEL STROGOFF. Eine der immer wiederkehrenden Abenteuergeschichten entrollt sich, an deren Ende gewöhnlich die Befreiung und Heimführung der Herzensdame steht. Doch im Traum wird diese Männerfantasie arg düpiert: die befreite Märchenprinzessin zieht die Hosen an, drückt dem Helden die leidige Krone in die Hand, um selbst mit einer Geliebten davonzueilen. Das Spiel mit der Traumfabrik, das Dulac in all ihren kommerziellen Filmen betrieb, wenn sie die Balance zwischen ihren Vorstellungen und den Erwartungen des Publikums zu halten versuchte, wird hier thematisiert. (Karola Gramann/Heide Schlüpmann)

Mit einer Einführung von Karola Gramann und Heide Schlüpmann, Live-Musikbegleitung von Gerhard Gruber.

Bild: (c) Cineteca di Bologna

Teilen