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D 1929, 133 min, s/w, dt. ZT, DCP

08.04.2017, 20:00 |

Von Caligari zu Hitler

MUTTER KRAUSENS FAHRT INS GLÜCK

REGIE Phil Jutzi | BUCH Willy Döll, Jan Fethke, Prometheus-Kollektiv | KAMERA Piel Jutzi | MUSIK Joachim Bärenz | MIT Alexandra Schmidt, Holmes Zimmermann, Ilse Trauschold, Friedrich Gnaß, Gerhard Bienert, Vera Sacharowa

Rekonstruierte Fassung

Alltag in einem Berliner Arbeiterviertel: In der engen Wohnung von Mutter Krause leben sechs Personen, die sich mit Gelegenheitsjobs, Prostitution und Kleinkriminalität über Wasser halten. Jutzis Kamera fängt eindringliche dokumentarische Bilder ein. Kracauer bemängelt, dass »der Film weniger beabsichtigt, sozialistische Forderungen zu demonstrieren, als sie vielmehr melancholisch wahrzunehmen. Sicher, Mutter Krausens Vorstellungen werden als Illusion durchschaut, aber dennoch bleiben sie stark genug, um die Hoffnungen des gegnerischen Lagers zu überschatten.« Der Klassiker des »proletarischen Arbeiterfilms« wurde im Staatlichen Filmarchiv der DDR rekonstruiert, wobei verlorene Zwischentitel neu formuliert und verändert wurden. Die Neurekonstruktion des Filmmuseum München fügte die originalen Titel wieder ein, korrigierte vertauschte Szenenfolgen und dokumentiert die 1929 von der Zensur zugefügten Schnitte. (Stefan Drößler)

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