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15.10.2017, 20:00 |

Jüdisches Filmfestival Wien

SWEET MUD

Dror Shaul, IL 2006
BUCH Jonathan Paz, Joshua Sobol | KAMERA Avi Koren | Tomer Steinhof, Ronit Yudkevitz, Pini Tavger, Henri Garcin, Daniel Kitsis
95 min | Farbe, OmeU, DCP

SWEET MUD erzählt die Geschichte des 13-jährigen Dvirs, der zusammen mit seiner Mutter Miri und seinem älteren Bruder Mitglied eines Kibbuz ist. Miris psychisch labile Verfassung macht sie zu einem Störfaktor im Kollektiv. Ein Umstand, welcher sich stark auf Dvir auswirkt, der sich inmitten dieser Spannungen mit dem Erwachsenwerden auseinandersetzen muss. Die Stimmung der Bilder bewegt sich zwischen malerischem Idyll und schwermütiger Tristesse. SWEET MUD wirft ein düsteres Licht auf die Ideale des Kibbuz und positioniert das Kollektiv als Unterdrücker des Individuums. Das utopische Antlitz des Kibbutz wird von mit einem dystopischen Schleier überdeckt. Dror Shaul (OPERATION GRANDMA), der im Kibbuz Kissufim, nahe des Gazastreifens, aufgewachsen ist, verarbeitet in seinem Film eigene Erfahrungen, verlässt die vage Grenze des Semi-Autobiografischen aber nicht.

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