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D 1941, 88 min, s/w, OF, 35mm

14.04.2017, 18:00 | 30.04.2017, 20:30 |

vergangene Retrospektiven NS-PROPAGANDAFILME

VENUS VOR GERICHT

VORFILM: DEUTSCHE WOCHENSCHAU 561/1941

REGIE Hans H. Zerlett | BUCH Hans H. Zerlett | KAMERA Oskar Schnirch | MIT Hannes Stelzer, Hansi Knoteck, Paul Dahlke, Siegfried Breuer, Liesl Karlstadt

Für Peter Brake, erfolgloser Künstler, ist schon zur Zeit der Weimarer Republik klar: moderne Kunst ist entartet! Er erschafft eine Statue nach griechischem Vorbild und vergräbt sie im Wald. 1930 wird sie ausgegraben und der jüdische Kunsthändler, in dessen Hände sie fiel, erklärt sie als echt antik, um den Preis zu steigern. Als Brake sich als Schöpfer der steinernen Schönheit zu erkennen gibt, wird er wegen Meineids vor Gericht gestellt. Nur die junge Dame, die ihm Modell saß, könnte den Bildhauer nun entlasten, doch da er sie nicht in Schwierigkeiten bringen will, schweigt er. Als ihr die Nachricht vom Prozess zu Ohren kommt, macht sie ihre Aussage. In abstruser Opfer-Täter-Umkehr wird hier der Geschmack vor dem Nationalsozialismus abgehandelt und die Kunst des Dritten Reiches propagiert. (Marlis Schmidt)

Mit einer Einführung von Frank Stern.

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