Götz Spielmann
ANTARES
»Studien der Liebe« nennt Götz Spielmann diese drei durch einen nächtlichen Autounfall ineinander verwobenen Geschichten in einer Wohnsiedlung am Stadtrand. Krankenschwester Eva beginnt eine heftige Affäre mit einem Arzt, während ihr Mann zuhause lieber Schubert-Sonaten lauscht. Supermarktkassiererin Sonja misstraut ihrem Schatz Marco. Sie will nicht nur unbedingt von ihm schwanger werden, sondern ist, von Eifersucht getrieben, bereit, alles für ihn zu tun. Nicole hingegen versucht sich von Alex zu trennen, der sich aber – notfalls auch mit Gewalt – an sie klammert … Spielmanns Film ist eine komplexe wie spannende Versuchsanordnung, entstanden zur Hochzeit des österreichischen »Feel-bad-Kinos« und zugleich sein Gegenentwurf: Immer wieder zeugen feine Bruchlinien davon, dass es auch anders sein könnte. That’s how the light gets in. (Florian Widegger)